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Ein Bus für 107 Grundschüler  

Nach der Sperrung der Grundschul-Pavillons müssen über 100 Dritt- und Viertklässler nach Nußbach pendeln. Der Bus holt sie in der August-Ganther-Straße ab. »Elterntaxis« sieht die Stadt hingegen nicht gerne.

107 Oberkircher Grundschüler der Klassen 3 c und  d sowie 4 c und d beginnen am Montag ihre Pendler-Laufbahn. Da die Stadt die Pavillons der Johann-Wölfflin-Schule auf Empfehlung des Gesundheitsamtes hin gesperrt hat, müssen sie in Klassenzimmer in die Krongutschule Nußbach umziehen. Dorthin transportiert werden sie mit dem Bus. 

Erste Pläne, ihn am Renchtalstadion abfahren zu lassen, hat die Stadt nach mehreren Testfahrten inzwischen verworfen. Stattdessen holt der Bus die Kinder in unmittelbarer Nähe ihrer bisherigen Klassenzimmer ab: in der August-Ganther-Straße. 

Für diese Variante sprachen laut Polizeiposten-Leiter Wolfram Kiefer und  Ordnungs-Fachbereichsleiter Frank Niegeloh vor allem die »sichere Aufstellfläche« im Schulhof: Die Kinder sollen dort auf den Bus warten, nicht auf dem Gehweg.

Morgens setzt die Stadt dort zwei Ringbusse ein, um 7.25 Uhr (zur ersten Stunde) und um 8 Uhr (zur zweiten Stunde). Die Heimfahrt von Nußbach nach Oberkirch erfolgt laut Kultur-Fachbereichsleiter Mathias Benz um 12.52 Uhr mit nur einem Linienbus. Die RVS setzt dabei einen Gelenkbus ein, der über 130 Personen Platz bietet. Auch er steuert die Bushaltestelle in der August-Ganther-Schule an, so dass die Kinder direkt vom Bus in den Schulhof gelangen, ohne die Straße überqueren zu müssen.

Die Schwierigkeit: Ab Montag ist die direkte Verbindung von der inneren Umfahrung zur August-Ganther-Straße,  die Stadtgartenstraße, baustellenbedingt gesperrt. Das macht die Aufgabe für den Busfahrer nicht einfacher. Um sie nicht noch weiter zu erschweren, bitten Kiefer und Niegeloh die Oberkircher darum, aufs »Elterntaxi« zu verzichten. Durch die parkenden Autos, deren Fahrer auf die Kinder warten, ergebe sich eine »unglaublich unübersichtliche Situation«, so Niegeloh. Sie stelle eine Gefahr für die eigenen und die fremden Kinder dar.

Die Stadt reagiert auf die Bushaltestelle in der August-Ganther-Straße, indem sie für  sechs bis sieben Dauerparkplätze ein eingeschränktes Halteverbot verhängt. Dort sollen die Eltern, die ihre Kinder absetzen oder abholen, maximal drei Minuten parken.

Die Pendeltour nach Nußbach wird übrigens länger Bestand haben. Niegeloh geht davon aus, dass das Provisorium mindestens zwei Jahre nötig ist – bis die Stadt durch den Bau einer Turnhalle samt Klassenzimmer Ersatz für die Pavillons geschaffen hat. Ein kleiner Trost: Kosten für die Busfahrt nach Nußbach entstehen den Grundschülern laut Mathias Benz nicht.




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