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Stadt reagiert mit einem weiterem Bus auf Elternkritik  

Nachdem einige Eltern ihre Sorge bezüglich der Stehplätze im Bus äußerten, reagierte die Stadt schnell und stellt nun einen weiteren Bus zur Verfügung.

Dass ihre Kinder nun mit dem Bus nach Nußbach in die Schule fahren müssen, hat viele Oberkircher Eltern nicht erfreut. Nach drei Tagen Praxistest kündigt die Stadt Nachbesserungen im Busverkehr an.

»Den Kindern macht es Spaß«, fasst Wendy Andres, Elternvertreterin in einer dritten Klasse der Johann-Wölfflin-Schule, die ersten Erfahrungen mit der die Pendeltour nach Nußbach zusammen. Weniger gut findet sie, dass ihr Sohn inzwischen 50 Minuten für seinen Schulweg vom Oberdorf nach Nußbach braucht. »Das ist viel für einen Drittklässler«, sagt sie und spricht von »verschenkter Zeit«, die für andere Dinge fehle. 

Gesundheitsamt rät zur Schließung der Pavillons

Betroffen von der Reise nach Nußbach sind nach aktualisierten Zahlen 103 Dritt- und Viertklässler. Sie hätten eigentlich in den Pavillons der Oberkircher Johann-Wölfflin-Grundschule (JWS) unterrichtet werden sollen. Nach einer Intervention des Gesundheitsamtes, das riet, die Räume wegen Geruchsbelästigungen aus Vorsorgegründen nicht mehr zu nutzen, hatte die Stadt die Pavillons Mitte August kurzfristig schließen lassen. Diese Nachricht hatte die Eltern mitten in den Sommerferien »völlig überraschend« erreicht, so Andres. Dass viele erst aus der Zeitung davon erfahren hatten, hätte »viele verärgert.« Bei einem Elternabend in der letzten Ferienwoche suchte Bildungs-Fachbereichsleiter Mathias Benz das Gespräch mit den Eltern.

Abrupte Bremsmanöver bereiten Eltern Sorgen

Am meisten Sorgen bereitet den Eltern die Busfahrt – vor allem die zurück nach Oberkirch. Ursprünglich war vorgesehen, die bis zu 103 Schüler heimwärts in einem Linienbus mit 52 Sitz- und 80 Stehplätzen unterzubringen, der auch noch von anderen Fahrgästen benutzt wird. »Die Stehplätze sind das größte Problem«, sagt Stephan Hielscher, Vater einer Drittklässlerin. Die Eltern fürchten hier vor allem die Folgen eines abrupten Bremsmanövers.  Hielschers Tochter hatte bisher Glück: Sie hatte meist einen Sitzplatz ergattert. »Ich bin eher positiv überrascht«, sagt der Vater über die ersten Tage im Pendelverkehr.

Nun steuert die Stadt nach: War bisher vorgesehen, dass nur nach der sechsten Stunde ein Bus zurück nach Oberkirch fährt, so setzte die Stadt seit Mittwoch einen zweiten Bus ein. Ab Montag fährt dann täglich sowohl nach der fünften als auch nach der sechsten Stunde ein Bus (siehe Stichwort).

Zusätzlicher Bus als Erleichterung

»Das ist eine gute Geschichte, das entzerrt die Sache«, lobt  Hielscher die zusätzlich eingesetzten Busse. Bauchschmerzen bereitet ihm ein anderer Punkt: Wer trägt die Aufsichts- und Haftungspflicht im Bus? Die Stadt weist die Verantwortung von sich: »Unsere Aufsichtspflicht endet am Bus«, sagt Benz. Bei einem Unfall springe die Unfallkasse oder die Haftpflichtversicherung des Busunternehmers ein. 

Eine Gurtpflicht besteht laut Benz weder im Linien- noch im Schulbus. Hielscher und Andres kommentieren das mit fast identischen Worten:  »So lange nichts passiert, ist alles gut.«

Eltern ärgern sich: »Hektik ohne Not«

Generell hätte sich mancher eine etwas ruhigere Gangart bei der Lösung des Pavillon-Problems gelöst. »Das wurde übers Knie gebrochen«, meint Hielscher, zumal von den Pavillons zwar Gestank, aber keine nachgewiesene gesundheitliche Belastung ausgegangen sei. Wendy Andres spricht von »Hektik ohne Not. Das Problem ist seit Jahren bekannt.« Ihr Ärger zielt dabei nicht auf die Entscheidungsträger in der Schule, sondern auf die im Rathaus ab: »Die Stadt hätte früher etwas unternehmen müssen.«

 

 

Den entsprechenden Zeitungsartikel finden Sie online auch hier....

 

 




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